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Hochzeitsreportage auf Gut Lippesee

Hochzeitsfotograf auf Gut Lippesee und dem Kloster Dalheim.

Fast 10 Monate nach der Hochzeit und 8 Monate nach dem letzten Blog-Eintrag kommt endlich die Reportage vom wahrscheinlich lässigsten Paar, dass ich in den letzten 7 Jahren begleitet habe. Ich werde die Hochzeit immer mit zwei Dingen oder Erinnerungen verbinden. Woher die erste Sache kommt, weiß ich gar nicht. Und Beschreiben kann ich es auch nicht, aber ich verbinde die beiden immer mit den (Absoluten) Beginnern, „Ahnma“ und Hip Hop. Selbst wenn ich das Lied heute höre, muss ich an die beiden denken.

Die zweite Geschichte hat etwas mit Schuhen, Bauchgefühl, Wetter und Dunkelheit zu tun. Anfang Juni 2016 haben wir uns zum Vorgespräch getroffen. Es war ein unglaublich heißer Sonntag und so sind wir lachend und schwitzend auf dem Gelände des Kloster Dalheims und dem Gut Lippesee herumgelaufen, um uns umzusehen. Trauung im Freien am See, tolle Location, und auch wenn ich das Kloster Dalheim vielleicht etwas zu klassisch für die Portraits der beiden fand, hab ich mich direkt auf den Tag im August gefreut. Nur eine Sache hat mir ziemliche Sorgen bereitet. Bei Regen hätte die Trauung nicht draußen, sondern im Saal des Gut Lippesee stattgefunden. Der ist sehr, sehr dunkel und ich habe mich schon blitzend durch den Raum fotografieren sehen. Nicht gut für die Fotos und die Stimmung auf den Bildern. Einen Tag vor der Hochzeit haben wir telefoniert und die Wettervorhersage war eher unsicher und schlecht. Und dann hat der Bräutigam etwas gesagt, dass Brautpaare sonst nicht tun. Normalerweise geht man auf Nummer sicher und verlegt eine Trauung nach innen, damit nicht alle im Regen stehen. Er wollte sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Das fand ich ziemlich riskant aber auch wirklich sympathisch. Am nächsten Morgen, vor der Abfahrt, ist mir eingefallen, dass ich alte, schon leicht zerfledderte „Hochzeitsschuhe“ im Schrank habe – und diese Schuhe habe eine Besonderheit, denn es hat in wichtigen Moment auf einer Hochzeit noch nie geregnet, wenn ich sie angezogen hatte. Normalerweise zieht man so etwas für eine Hochzeit nicht an, aber wenn mir jemand die Schuhe verzeiht, dann die beiden. Und an diesem Tag war trockenes Wetter vielleicht noch etwas wichtiger als sonst.

Am nächsten Tag habe ich erfahren, dass das Bauchgefühl für die Trauung am See entschieden hat. Das Portraitshooting verlief trocken und ich hab zur Beruhigung schon mal erzählt, dass es wegen meiner Schuhe eigentlich während der Trauung nicht regnen kann. Es kam dann etwas anders. Als die Gäste langsam auf Gut Lippesee eingetroffen sind, hat es angefangen zu regnen. Der Bräutigam rief den Gästen zwischendurch schon mal zu, dass der Fotograf seine Glückschuhe anhat und es eigentlich nicht hätte regnen dürfen. Ich fühlt leichten Druck aufsteigen…;-)

Den Rest der Geschichte kann man auf den Bildern ganz gut erkennen. Die Sonne kam. Und wie. So etwas passiert nur auf Hochzeiten. Das Bauchgefühl und der Mut zum Risiko sind belohnt worden, vielleicht lag es aber auch (am letzten) Einsatz der Schuhe… Jedenfalls sind diese nicht im Mülleimer gelandet, sondern dürfen als Erinnerungsstücke noch etwas Zeit im Keller bei mir verbringen.

P.S: Monate später liege ich schon nachts im Bett und das Handy vibriert. Ich nehm´  es noch mal in die Hand, entsperre und bekomme eine Nachricht: ein „Ahnma“-Konzertmitschnitt der Beginner, auf dem die Beiden gerade waren. Schon ziemlich cool, wenn Monate später mitten in der Nacht an einen gedacht wird ;-)!

hochzeitsfotograf gut lippesee deko

Portraits: Kloster Dalheim – https://www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim/aktuelles

Trauung & Reportage: Gut Lippesee, Paderborn – http://www.gutlippesee.de/

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